Beim Schneider.

Meine Freunde haben gemeint, ich müsste zum Schneider. Warum eigentlich? Ich bin doch eh immer chic angezogen. Oder etwa nicht?

Na, jedenfalls haben sie gesagt, es wäre eine Überraschung und ich soll mich nicht so anstellen. Bitte sehr.

Zuerst musste ich meine Sachen ausziehen. Die wurden nämlich vermessen, damit die neuen Kleider vom Schneider auch passen.

Aber das war noch nicht alles.

Dann wurde nämlich auch ich vermessen. Von vorne.

Von der Seite.

Von der anderen Seite.

Sogar von hinten. Es war richtig peinlich.

Ich bin sogar ein bisschen rot geworden. Aber warum ich das alles über mich ergehen lassen musste, war mir immer noch nicht klar.

Erst als ich mich mit den neuen Kleidern sah, fiel es mir wie Hundehaare von den Augen:
Ich war Bond. Hugo Bond.

Im Auftrag Ihrer Majestät, der internationalen Hundepräsidentin. Mit der Lizenz zum Bellen. Vermutlich war es wieder einmal an der Zeit, die Welt zu retten.

Doch meine genaue Mission war noch geheim.

Deshalb verhielt ich mich vorerst unauffällig und lies mir nichts anmerken. Das Büro würde mich schon rechtzeitig informieren.

Bei Geheimhunden ist nämlich immer total wichtig, dass die Tarnung nicht auffliegt.

Besonders, wenn man sich tief hinter den feindlichen Linien, in so genanntem Katzengebiet bewegt.

Ahh...da kommt mein Zielobjekt, eine Perserkatze. Die muss ich jetzt im Auge behalten. Ich melde mich wieder.